was heisst hier eigentlich ganzheitlich???

von selbstfürsorge, selbstwirksamkeit und selbstbewusstsein

Um Leben zu schützen, zu bewahren oder auch überhaupt erst zu ermöglichen, richtete sich im Bereich Gesundheit die allgemeine Aufmerksamkeit, insbesondere natürlich in akuten Situationen, primär auf körperliche Symptome. Durch unterschiedliche Therapien und Medikamente wurde versucht, diese Symptome, sofern sie als krank definiert sind, möglichst schnell und idealerweise dauerhaft zu beseitigen.

Durch den dankenswerten Einsatz, oft selbstloser Pioniere mannigfaltigster Disziplinen, wurden und werden großartige Erfolge erzielt.

Gerade im letzten Jahrhundert gereichten entscheidende Entdeckungen und Entwicklungen im medizinischen Bereich der ganzen Menschheit zum Segen, den wohl niemand mehr missen möchte.

Weiterentwicklungen gerade zum Beispiel auch im chirurgischen Bereich sind ebenfalls weitestgehend unumstritten.

Insbesondere in den sogenannten Industrieländer konnten durch immer neuere oder verfeinerte Verfahren Wirkstoffe isoliert, standardisiert und sogar synthetisiert werden. Selbst beim Auftreten bisher unbekannter Krankheiten schien oft genug ein Gegenmittel schnell zur Hand. Die zum Teil großen Erfolge sind allgemein bekannt. Nebenwirkungen mit tragischen Folgen erschütterten und führten mindestens in Teilbereichen zum Umdenken.

Sogenannte psychische Faktoren und Zusammenhänge rückten zunehmend in den Fokus und ergänzten den medizinisch-physiologischen Bereich. Die Psychosomatik ist im therapeutischen Bereich nicht mehr wegzudenken.

Nicht nur Einflüsse von außen, sondern auch innere Prozesse, wie unbewusste Denkmuster, Prägungen aus dem Familiensystem, nicht verarbeitete persönliche und kollektive Traumata, unausgereifte Entwicklungsphasen im Lebenslauf, Gefühle und auch die Ernährung beeinflussen das Körpersystem aus der Tiefe heraus nachhaltig und können sich in gesundheitlichen Störungen oder gar Erkrankungen manifestieren.

Es ist unbedingt erforderlich möglichst frühzeitig fachkundige medizinische Hilfen, im physiologischen als auch im psychologischen Bereich in Anspruch zu nehmen. Wir können uns glücklich schätzen, dass uns die vielfältigen Unterstützungen des medizinischen Versorgungssystems bei akuten wie chronischen Erkrankungen zur Verfügung stehen.

Selbstfürsorge

Eine gute Nachricht ist, das wir in der Lage sind, unser Immunsystem zu stärken, Selbstheilungskräfte zu aktivieren, uns unserer Ressourcen bewusst zu werden und sie zu erweitern.

 

Lebensstil, Ernährungsformen, (Denk-)Gewohnheiten und andere Einflüsse sind, wenigstens in Teilbereichen, veränderbar. Ganz gleich, wo wir beginnen, die Veränderungen wirken sich im ganzen System aus. Auch das ist ganzheitlich.

 

In unserer schnelllebigen Zeit steht Sichtbares, Greifbares, Beweisbares im Fokus. Vieles Andere wird oft aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeblendet oder bleibt gänzlich unbewusst.

Persönliches Streben nach Wohlstand, Erfolg und Anerkennung sind maßgeblich. Jeder scheint seines eigenen Glückes Schmied. Druck und Wettbewerb sind verbreitete und gesellschaftlich anerkannte Mittel zum Zweck  - Nebenwirkungen inklusive.

Doch wir fristen kein isoliertes Dasein.

Wir sind ein innig verbundenes, wechselseitig bedingtes und aufeinander wirkendes Gefüge von Körper und  Geist  - sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene - und ohne ein intaktes Ökosystem nicht lebensfähig.

Altes Tor mit Yin und Yang Symbol
Yin und Yang

Insbesondere in den letzten Jahrzehnten hat sich die westliche Medizin dem umfassenden Erfahrungswissen der fernöstlichen Traditionen geöffnet. 

 

Der bisher überwiegend materielle  Ansatz erfährt eine Ergänzung. Der Blick kann sich weiten, der Mensch rückt, auch in Beziehung zum Kontext Natur, wieder als Ganzes in den Fokus.

Auch gesellschaftlich ist der Wandel von Konkurrenz zu Kooperation in vollem Gange.

Wir übernehmen Verantwortung, dort wo wir beginnen aktiv nach Zusammenhängen zu suchen. Dort, wo das Symptom nicht mehr nur als Gegner, sonder auch als Wegweiser verstanden werden kann, tauchen Fragen auf, die zu neuen Lösungen führen können.

Richtet sich der Blick weg von dem was stört, hin zu dem was fehlt, wird, gleichgültig auf welcher Ebene, ursächliche Veränderung möglich.

selbstwirksamkeit

Eine unschätzbare Erfahrung, die zur unmittelbaren, sowie nachhaltigen Aktivierung von Selbstheilungskräften führt, ist Selbstwirksamkeit.

Fähigkeiten lassen sich trainieren, Methoden erlernen.

Wird ein angestrebtes Ziel erreicht, entsteht spontan Freude. Sie setzt ganze Hormonkaskaden in Bewegung, die sich von innen gesundend auswirken, ganz gleich in welchem Alter. Freude ist zudem der beste Motivator und - sie ist ansteckend!

Somit kommt sie dem Einzelnen als auch seinem Umfeld zugute und sie stiftet Kontakt.

Ziel erreicht
Geteilte Freude

Wohlwollenden Kontakt zu erfahren ist eine wesentliches Grundbedürfnis.

Sich im Austausch mit Anderen wahrgenommen und wertgeschätzt zu wissen, ist ebenfalls ungemein gesundheitsfördernd und etwas, das wir uns gegenseitig jederzeit geben könnten.


Erfährt ein Bedürfnis einen Mangel, glauben wir oft, die Erfüllung könne ausschließlich von etwas im Außen kommen. So entstehen Abhängigkeiten, wenn auch zunächst nur in Form von Erwartungen. Wenn wir diese einigermaßen objektiv betrachten können, und sei es auch im Nachhinein, lässt sich vielleicht sogar erkennen, dass sie nicht immer angemessen sind. 

Bedürfnisse in geeigneter Weise zum Ausdruck zu bringen, will gelernt sein. Möglicherweise sind wir uns der unerfüllten Bedürfnisse nicht einmal selbst bewusst. Hier kann Achtsamkeit im Umgang sich selbst und anderen hilfreiche Erkenntnis bringen. 

Unbewusste und unausgesprochene Erwartungshaltungen können zu inneren wie äußeren Grenzverletzungen führen. Erwartungshaltungen sind oft die tiefliegenden Ursachen von Konflikten - im Außen wie im Innen.

Und genau hier beginnt die spannende Reise zu sich selbst.

Selbstbewusstsein

Wird von Selbstbewusstsein gesprochen, so scheint ein allgemeiner Konsens zu bestehen, was damit gemeint ist.

Wer oder was ist aber dieses Selbst, das sich seiner - mehr oder weniger- bewusst ist?

 

Und, wenn wir wissen, wer oder was das Selbst ist, leben wir auch bewusst, selbstbestimmt und kraftvoll aus dieser Ebene heraus? Oder 'opfern' wir, wie das Volk aus der griechischen Sage, alle Jahre sieben unserer 'schönsten Jungfrauen und tapfersten Jünglinge' dem Ungeheuer, im Warten auf den Helden? ( vergl. Mythos um den griechischen Helden Theseus und seinem Kampf mit dem kretischen Minotauros)

Die alten Mythen und Sagen sind oft nur noch bruchstückhaft bekannt. Metaphorische Bilder werden meist all zu wörtlich genommen.

Es ist jedoch auch  oder gerade heute durchaus empfehlenswert, sich diesen Erzählungen, die viele vielleicht in der Kinder- oder Jugendzeit zuletzt gehört oder gelesen haben, aus einem neuen Blickwinkel zu nähern.

Sie müssen nicht unbedingt die griechischen Sagen oder  Heldengeschichten gelesen haben, um mit diesen heilsamen Weisheiten in Kontakt zu kommen.

 

Hinter den sieben Bergen....., dieses Märchen wird Ihnen vertraut sein. Was hat aber nun das Märchen von Schneewittchen mit dem griechischen Mythos oder anderen Heldengeschichten gemeinsam?

 

Sie dürfen sich überraschen lassen.